F Worin liegen Ihrer Meinung nach Ihre Stärken als Sprachlehrer?

A Nun, zunächst habe ich selbst viel Erfahrung als Lernender. Ich habe Deutsch, Französisch und Spanisch gelernt und lerne diese Sprachen immer noch. Ich weiß also aus erster Hand, wie mühsam die Eroberung einer fremden Sprache sein kann. Dabei hatte ich Gelegenheit, viele verschiedene Lehrer bei ihrer Arbeit zu erleben. Die meisten von ihnen waren gut, ein paar vielleicht nicht so toll. Die Perspektive eine Sprachschülers ist mir also durchaus vertraut.

Ich glaube, meine Erfahrungen in einer Vielzahl von Städten und Ländern wirken sich positiv auf meinen Unterricht aus. Und wenn es nur auf der Ebene geschieht, dass ich immer ein paar Geschichten zum Besten geben kann.

Allerdings nehme ich meine Arbeit sehr ernst. Bevor ich mit dem Unterrichten anfing, besuchte ich einen Lehrgang für Lehrer. Ich dachte, dass könnte mich weiterbringen, und so war es auch. Diese ersten, furchteinflößenden Unterrichtsminuten sollte man nicht vor zahlenden Kunden hinter sich bringen.

F Lernen, das Sammeln von Erfahrungen, sind für Sie wesentliche Aspekte des Lebens?

A Ja, das stimmt. Das ist das Motto von English by Design: Qui docet, discet. Wer lehrt, lernt. Und es ist einer der vielen Gründe, warum mir das Unterrichten so viel Spaß macht. Meine Schüler zeigen mir ihre Welt, ihre Sprache und haben große Freude daran, mein Deutsch zu verbessern. Und mal abgesehen von der Erheiterung allerseits, wenn ich z. B. beim Thema Wetter die Aussprache von schwul und schwül verwechsle, hilft ihnen das auch, mit ihren eigenen Fehlern entspannter umzugehen. Niemand ist perfekt.

F Gibt es noch andere Gründe für Ihre Freude am Unterrichten?

A Zum einen die Abwechslung. Ich treffe auf interessante Menschen und alle haben eine besondere, eigene Geschichte zu erzählen. Für einen Schriftsteller der perfekte Beruf.

Zweitens sind die Leute zu ihren Englischlehrern viel netter als zu ihren Architekten. Wer schreit schon seinen Englischlehrer an? Niemand. Und wer schreit seinen Architekten an? Einfach jeder.

F Wie würden Sie Ihre Herangehensweise zusammenfassen?

A Mit einem Wort: Spaß. Das ist gar nicht so unernst, wie es klingt: meiner Überzeugung nach muss der Unterricht für Lehrer und Schüler gleichermaßen nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam sein. Aus diesem Grund versuche ich, das Ganze ungezwungen zu gestalten. Ich erzähle lustige Geschichten, mache kleine Scherze, betone den Humor einer Situation und verbreite im Allgemeinen eine entspannte Atmosphäre.

Nichtsdestotrotz nehme ich die Sprache sehr ernst. Wenn jemand das
Present Perfect falsch verwendet oder ein Wort falsch buchstabiert, berichtige ich ihn oder sie. Und das tue ich solange, bis es richtig kommt. Der Unterricht, das Sprachtraining wird nicht vernachlässigt.

Aber die Kernaussage ist: Lasst uns miteinander Freude an der Sache haben. Ich weiß nicht, wie man das auf Latein sagt.

F Wer sind Ihre Kunden?

A Ich lehre Englisch für Architekten, Immobilienmakler und für Geschäftsleute. Ich unterrichte alle, egal welches Vorwissen sie haben, obwohl die meisten meiner Kunden eher fortgeschrittene Anfänger sind oder belastbare Kenntnisse der englischen Sprache haben. Natürlich kann ich als ehemaliger Architekt die Menschen im Bereich „Design“ und in der Immobilienbranche ganz gut unterrichten. Ich unterrichte auch Geschäftsleute, aber beim Fachgebiet „Steuerrecht“ etwa hört es auf.

F Wo unterrichten Sie?

A Üblicherweise in den Räumlichkeiten meiner Kunden. Die regelmäßigen wöchentlichen Kurse finden in Köln statt. Zu Blockseminaren komme ich dahin, wo mich meine Kunden haben möchten. Ich habe bereits in englischen Autofabriken, englischen Forschungseinrichtungen und in englischen Pubs unterrichtet, um nur einige Standorte zu nennen. Es gibt nicht besseres als ein gutes Bier, um sich Vokabeln einzuverleiben.

Ich biete Seminare in Berlin, Düsseldorf und Hamburg an. Diese Auswahl an deutschen Städten würde ich in Zukunft gerne erweitern. Mal sehen, welche Möglichkeiten sich von Köln aus in Holland oder Belgien bieten. Dort gibt es auch nette Pubs.

F English by Design bietet auch Texterdienste. Wie kam das?

A Ungefähr zur selben Zeit, als ich mich als Englischlehrer etabliert habe, begann ich auch mit dem Schreiben. Ich habe mich immer für Sprachen interessiert. Dieses Interesse führte mich schließlich an die Tastatur. Ein Roman und eine Sammlung Kurzgeschichten sind das Ergebnis, und ich schreibe immer noch.

Also lag es nahe, dass ich meinen Kunden auch die Erstellung von Texten und Lektoratsdienste anbiete. Das wird gelegentlich angenommen. Broschüren, Berichte, so etwas in der Art. Sollte jemand mal eine Kurzgeschichte wollen, gerne, mit dem größten Vergnügen. Auf Englisch natürlich. Auf Deutsch würde ich bloß die
schwüls verwechseln.
Q&A with Christopher Leary
Q What would you say are your strengths as a language teacher?

A Well, first that I have a lot of experience as a student. I’ve studied, and continue to study, German, French and Spanish. I know first hand what it’s like to struggle with a foreign language. And I’ve had the opportunity to see many different teachers in action. Most of them good, one or two not so good. So I know the student’s perspective.

I also think my experience of living in a number of cities and countries helps the teaching. If nothing else it gives me some stories to tell, which always comes in handy.


And last, I take my work seriously. Before I started teaching I took a teacher-training course. I thought it would help, and it did. It meant I didn’t have to spend my first terrifying minutes of teaching in front of a group of paying customers.

Q You seem very focused on learning, on acquiring experience.

A
Yes, that’s right. Hence the English by Design motto: Qui docet, discet. He who teaches, learns. It’s one reason I enjoy teaching. My students teach me about their world, their language. And they absolutely love it when they get the chance to correct my German.

Apart from the amusement of hearing me confuse the pronunciation of say,
schwul and schwül when talking about the weather, it also helps them relax about making their own mistakes. Nobody’s perfect.

Q What are the other reasons you like teaching?


A
One, the variety. I meet lots of interesting people, and they all have their stories to tell. It’s the perfect job for a writer.

Two, clients are much nicer to English teachers than they are to architects. Who yells at their language teacher? Nobody. Who yells at their architect? Everybody.

Q How would you summarise your approach to teaching?


A
In a word: Fun. I don’t mean to sound flippant here but I think it’s important that both student and teacher find the experience, not just informative, but also entertaining. I try, therefore, to bring some levity to the proceedings. I tell funny stories, make little jokes, act the clown and generally create a relaxed atmosphere.

Having said that, I should emphasise that I do deal with questions of language seriously. If somebody uses the present perfect incorrectly, or misspells a word, I correct them. And I’ll keep correcting them until they’ve got it. The training is real.

But the main message is, Let’s enjoy ourselves. I don’t know how you say that in Latin.

Q Who are your clients?


A
I teach English for architects, real estate agents and for business people in general. I teach all levels, although I find most of my clients fall into the intermediate and advanced category.

Obviously, my architectural background makes me particularly interesting to design professionals and people in real estate. I do teach business people, but I’m no expert in say, taxation law.

Q Where do you do your teaching?


A
Normally I teach at my clients’ business premises. Regular weekly courses I teach in the area of Cologne. For the seminars I go more or less anywhere the client wants me to go. I’ve done work in English car factories, English research centres and in English pubs for example. There’s nothing like a pint of best bitter to help the vocab go down.

I run seminars in Berlin, Düsseldorf and Hamburg. I look forward to expanding this selection of cities in Germany. And, now I live in Cologne, I’m investigating the possibilities in Holland and Belgium. They’ve got good pubs too.

Q English by Design also offers writing services. What’s the story there?


A
At around the same time I started teaching I also started writing. I have always been interested in languages. This interest eventually led to me to the word processor. A novel and a collection of short sketches is the result so far, and I’m still typing.

So, this suggested I should provide my clients with writing and editing services. Which I do from time to time. Brochures, reports, that sort of thing. And if anybody wants me to write them a story, I’ll be delighted to do so. In English of course. In German I would confuse my
schwüls.